„Nun, heute war es bestenfalls nicht genügend.“

Mit diesem Zitat beendet die Romanfigur Professor Arthur „Gott“ Kupfer aus Friedrich Torbergs „Der Schüler Gerber“ eine mündliche Prüfung. Gott Kupfer steht für ein autoritäres, veraltetes Schulsystem, für eine Person, die Macht hat und diese gerne missbraucht. 

In diesem Spannungsfeld bewegt sich Kurt Gerber, Schüler der Maturaklasse eines Gymnasiums, und zerbricht letztendlich daran. 

Diese Geschichte von Identitätssuche, Leistungsdruck und Machtmissbrauch wurde vom Landestheater Niederösterreich als Klassenzimmertheater für unseren 5. Jahrgang zum Besten gegeben. Die Bühnenadaption des Romans aus dem Jahr 1930 wurde von  Regisseurin Verena Holztrattner inszeniert und von Sven Kaschte aufgeführt. In der ca. 50-minütigen Soloaufführung glänzte Kaschte mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung. 

In einer anschließenden Nachbesprechung reflektierten die Schülerinnen und Schüler der 5. HAK Themen wie den Umgang mit Emotionen, Geschlechterrollen und ihre eigene Rolle im Schulsystem. 

Text: Mag. Daniel Füchsel
Foto: Sara Balmauer

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