„Nun, heute war es bestenfalls nicht genügend.“

Mit diesem Zitat beendet die Romanfigur Professor Arthur „Gott“ Kupfer aus Friedrich Torbergs „Der Schüler Gerber“ eine mündliche Prüfung. Gott Kupfer steht für ein autoritäres, veraltetes Schulsystem, für eine Person, die Macht hat und diese gerne missbraucht. 

In diesem Spannungsfeld bewegt sich Kurt Gerber, Schüler der Maturaklasse eines Gymnasiums, und zerbricht letztendlich daran. 

Diese Geschichte von Identitätssuche, Leistungsdruck und Machtmissbrauch wurde vom Landestheater Niederösterreich als Klassenzimmertheater für unseren 5. Jahrgang zum Besten gegeben. Die Bühnenadaption des Romans aus dem Jahr 1930 wurde von  Regisseurin Verena Holztrattner inszeniert und von Sven Kaschte aufgeführt. In der ca. 50-minütigen Soloaufführung glänzte Kaschte mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung. 

In einer anschließenden Nachbesprechung reflektierten die Schülerinnen und Schüler der 5. HAK Themen wie den Umgang mit Emotionen, Geschlechterrollen und ihre eigene Rolle im Schulsystem. 

Text: Mag. Daniel Füchsel
Foto: Sara Balmauer

Weitere Beiträge

Spannende Einblicke in die Welt des Bankwesens

Im Rahmen des Betriebswirtschaftsunterrichts haben die Schüler:innen der 2. Klasse Handelsschule an einem praxisnahen Workshop mit Trainern der Volksbank Amstetten teilgenommen. Gemeinsam mit ihrer Lehrkraft...

Mörderisch spannend

Am 7.10.2026 besuchten die beiden Recht-Seminargruppen der 5ABCK das Kriminalmuseum in Wien. Zahlreiche – auch gruselige – Ausstellungsobjekte und echte Beweisstücke erzählten von spektakulären Verbrechen...

Theaterbesuch „Biedermann und die Brandstifter“

Was bedeutet es, ein „Biedermann“ zu sein? Ein anständiger Mensch – oder jemand, der aus Bequemlichkeit und Angst lieber wegschaut? Diese Frage begleitete den Theaterbesuch...